Wie kann man Geschichte erfahrbar machen, wenn die Menschen, die sie selbst erlebt haben, immer weniger werden? Mit dieser Frage beschäftigten wir uns bei der Exkursion „In Echt? – Virtuelle Begegnung mit NS-Zeitzeug:innen“.

Mithilfe einer VR-Brille konnten wir Zeitzeug:innen auf eine besondere Art begegnen. Dabei stand weniger die Vermittlung historischer Fakten im Vordergrund, sondern vielmehr die Personen selbst und die Frage, wie moderne Technik Erinnerungen bewahren und weitergeben kann. Durch die virtuelle Begegnung entstand ein ungewohnt unmittelbarer Eindruck davon, dass hinter historischen Ereignissen immer auch persönliche Geschichten und individuelle Schicksale stehen.

Besonders interessant war die Verbindung von Erinnerungskultur und moderner Technologie. Die virtuelle Darstellung ermöglicht es, die Stimmen und Erlebnisse von Zeitzeug:innen auch für zukünftige Generationen zugänglich zu machen, selbst dann, wenn persönliche Begegnungen irgendwann nicht mehr möglich sein werden.

Die Exkursion hat uns damit nicht nur eine neue technische Möglichkeit gezeigt, Geschichte zu vermitteln, sondern auch zum Nachdenken darüber angeregt, wie Erinnerungen erhalten bleiben können und welche Bedeutung Zeitzeug:innen für unser Geschichtsverständnis haben.