Wie schon der 9. Jahrgang im vergangenen Schuljahr besuchten auch in diesem Jahr die 9. Klassen unserer Schule zum Abschluss des Geschichtsunterrichts das Kreisarchiv Barnim. Mit dem O-Bus ging es in den vergangenen Tagen in Begleitung der Geschichtslehrerinnen Frau Clausnitzer und Frau Jeschke nach Nordend, um Geschichte dort kennenzulernen, wo ihre Quellen aufbewahrt werden.

Nach einer kurzen Einführung in die Aufgaben eines Archivs führte uns Archivmitarbeiter und ehemaliger Schüler unserer Schule Lucas Lebrenz durch die Magazine. Zwischen endlosen Regalen und alten Akten, Zeitungen und Dokumenten gab es viel zu entdecken. Spannend waren beispielsweise die handschriftlichen Schülerlisten des Wilhelms-Gymnasiums, unserer Vorgängerschule. Die angenehme Kühle im Archiv erwies sich bei den sommerlichen Temperaturen zudem als willkommener Nebeneffekt.

Im Lesesaal wurde anschließend selbst geforscht. In Gruppen arbeiteten die Schülerinnen und Schüler mit Akten, Zeitungsartikeln, Chroniken und Fachliteratur. Die Themen reichten von der Kriegsberichterstattung im Ersten Weltkrieg über das Frauenwahlrecht in der Weimarer Republik und den Kapp Putsch bis hin zum Eberswalder Notgeld. Manchmal sorgten aber auch Todes- und Heiratsanzeigen, Kreuzworträtsel oder Werbeannoncen für eine interessante Ablenkung vom Arbeitsprozess.

Zum Abschluss präsentierten die Gruppen ihre Ergebnisse. Dabei wurde deutlich, dass Geschichte nicht nur aus Jahreszahlen, sondern vor allem aus Quellen, Fragen und Entdeckungen in der eigenen Region besteht.

Wir bedanken uns herzlich bei Lucas Lebrenz für die Vorbereitung und Begleitung der Projekttage sowie beim übrigen Team des Kreisarchivs Barnim für die gelungene Zusammenarbeit. Wir kommen gerne wieder und hoffen, dass sich dieser Projekttag als feste Tradition im Schulkalender etabliert.

cl/je