Schüleraustausch Frankreich
20 Jahre Humboldt-Gymnasium - 10 Jahre Schüleraustausch mit Frankreich!
- wohin: nach Bourbriac und Callac in der Bretagne (Partnerregion von Brandenburg)
- Partnerschulen: Collège Jules Ferry in Bourbriac und Collège Gwer Halou in Callac
- Zeitraum: 21. bis 30. September 2011
- teilnehmende Jahrgangsstufen: Schüler der Klassenstufe 8 des AvH und Schüler aus verschiedenen Jahrgangsstufen der beiden Collèges (diese kommen im Frühjahr zum Gegenbesuch nach Eberswalde)
- Ziele des Austauschs: Rein ins Land, raus mit der Sprache! Es gibt viel zu erfahren, zu erleben, zu sehen, zu hören ...
Und wer noch nicht genug hat, kann sich für ein individuelles Austausch-Programm für 3 oder 6 Monate entscheiden (Brigitte Sauzay/ Voltaire) - Infos im Internet oder bei Frau Kaiser.
Was sollte man mitbringen? Neugier, Neugier, Neugier ... / Offenheit, Kontaktfreude, Toleranz, ... / Mut zum Sprechen - aus Fehlern kann man nur lernen!
Was man sonst noch wissen sollte:
- Unterbringung in Familien
- jeder Teilnehmer nimmt seinen Austauschpartner beim Gegenbesuch auf
- neben einem Tag in der französischen Schule werden unter der Woche viele Exkursionen durchgeführt
- das Wochenende ist den Gastfamilien vorbehalten
Heike Kaiser
Fachlehrerin FR/EN
Hier nun die Erlebnisberichte unserer Schüler ...

- Till Hoffmann (r.) mit seinem Gastgeber Yoann
Frankreich wir kommen
Schüler des Alexander von Humboldt-Gymnasiums zum Schüleraustausch in Frankreich
Alle Jahre wieder reisen Schüler der achten Klasse unseres Gymnasiums nach Frankreich. Dieses Jahr waren es 36 Schülerinnen und Schüler. Wir fuhren am Abend des 21.9. in Eberswalde von unserer Schule ab. Nach fast einem Tag Busfahrt war die erste „Hürde“ genommen und wir kamen in Boubriac bzw. Callac an, wo wir von unseren Französischen Austauschpartnern empfangen wurden. Nachdem „unsere“ Franzosen ihre letzte Unterrichtsstunde beendet hatten, konnten wir mit unseren Austauschschülern nach Hause zu unseren Gasteltern fahren, von denen wir auch sehr offenherzig empfangen wurden. Am Freitag besuchten wir in ein „Gallisches Dorf“ in dem man sich spielerisch mit der Geschichte befassen konnte. Am Nachmittag fuhren wir zur Ärmelkanalküste. Das folgende Wochenende sollten wir allein in unseren Gastfamilien verbringen, um die französische Lebensart und Gelassenheit kennenzulernen. Das Wochenende war voll mit Unternehmen, es gab „kaum Zeit zum Luft holen“. An diesem Wochenende zeigte sich ein weiterer Grund warum wir in Frankreich waren, nämlich um unsere Französisch-Kenntnisse zu überprüfen und zu verbessern, denn es gab zum Teil einige Verständigungsprobleme, welche wir versuchten mit Händen und Füßen zu beseitigen. Am Montagmorgen sahen wir uns alle wieder. Ausgerüstet mit unseren Lunchpaketen und Fotoapparaten fuhren wir nach Paimpol zu einer Klosterruine. Beim anschließenden Picknick gingen wir an den Strand und konnten die Wirkung von Ebbe und Flut bestaunen, denn es war kein Wasser da. Nachdem wir uns gestärkt hatten, fuhren wir zum „Château de la Roche Jagu“, einem kleinen aber feinen Schlösschen und dort konnten wir während unserer Führung sehen wie weit die Gezeiten noch ins Land hinein reichen und dieses prägen. An einem wunderschönen Dienstagmorgen bei herrlichem Sonnenschein fuhren wir gut gelaunt ins Museum, „Océanopolis“, nach Brest, an der Atlantikküste. Auf der Hin- und Rückfahrt waren wir damit beschäftigt unser Programm für den „Deutsch-Französischen-Abend“ vorzubereiten. Am Abend fand für uns schon fast der Ausklang unserer Reise statt, aber wir sollten noch einen letzten erlebnisreichen Tag vor uns haben. Der letzte Tag bei unseren Familien begann wie immer: 7:00 Uhr aufstehen, dann Frühstück, welches nicht wie das deutsche ist sondern ganz anders. Der Kaffee wird in Frankreich zum Frühstück aus einer Schale, aus wir hier Cornflakes essen, getrunken und es gibt Kuchenbrötchen zu essen. Nach dem Frühstück fuhr der Schulbus um 8:05 Uhr, denn um halb neun war Schulbeginn. An diesem sonnigen Morgen gingen wir mit unseren Austauschpartnern in den Unterricht, dort konnten wir leider kaum etwas verstehen. Nach unserem Schulbesuch stand noch ein Empfang beim Bürgermeister von Boubriac auf der Tagesordnung. Am Donnerstag, 29.9., dem Tag unserer Abreise, verabschiedeten wir uns von den Franzosen und fuhren um 9:00 Uhr, Richtung Eberswalde ab. Während unserer Heimreise hielten noch am Mont-Saint-Michel und durften uns dort noch ein wenig uns umsehen. Dies war ein sehr schöner Abschluss unserer Reise. Schließlich kamen wir wieder nach fast einem Tag Busfahrt müde, aber doch um viel Erfahrung reicher, um 7:00 Uhr morgens an. Diese Reise war für uns alle ein großartiges Erlebnis. Zum Schluss möchte ich mich noch stellvertretend für alle Schüler und Schülerinnen die mit waren bei unseren beiden Busfahrern des Busunternehmens „Becker“ sowie unseren Lehrerinnen bedanken.
Till Hoffmann
Erlebnisbericht Frankreich 21.09.-30.09.11
von Enrico Teichert, 8/1
Nach einigem Zögern meldete ich mein Interesse für die Fahrt nach Frankreich bei Frau Sievers. Am Freitagabend bekam meine Familie den Anruf, dass ich mit auf die Reise gehen kann. Nun galt es Gastgeschenke einzukaufen, Sachen bereit zu legen, private Fotos auszudrucken usw. Endlich war es Mittwochabend. Alle Teilnehmer der Frankreichfahrt, also 36 Schüler der 8. Klassen unseres Gymnasiums versammelten sich vor der Schule. Wir warteten und warteten. Endlich kam mit ca. einer Stunde Verspätung der Bus. Die Taschen für Bourbriac nach links und die Taschen für Callac nach rechts. Die Eltern waren sehr aufgeregt, als wir im Reisebus verschwanden. „Ruf auch mal an!“ oder „Hast du auch den Fotoapparat?“ war von allen Seiten zu hören.
Bald waren wir im Dunkeln verschwunden.
Gegen 23.00 Uhr gab es die erste Pause. Danach nickten die ersten auch mal ein. Dann gab es wieder DS-Spiele, Handy, MP3-Player usw. So ging es bis ca. 16.00 Uhr am Donnerstag, dem 22.09.11. Kurz vor dem Ende der Fahrt gab es viel vom Bus aus zu sehen. Wir staunten z. B. über riesige Brücken, Schiffe und eigenartige Bauwerke.
Dann kam der große Moment. Wir bekamen unsere französischen Schüler zugeteilt. Ich sah Florian Cozler. Ich dachte nur – ist der klein, aber er sieht nett aus. Wir fuhren mit dem Schulbus nach Kérien. Das Haus seiner Familie sah hübsch aus. Ich bekam ein nettes Zimmer. Florian hat noch zwei Schwestern, die beide nicht mehr zu Hause wohnen. Sie heißen Camille und Charlène.
Florian hat mich kurz nach der Ankunft zum Fußball eingeladen. Wir bolzten auf dem Fußballplatz. Zum Glück musste ich dabei noch nicht soviel reden. Als wir zurück waren, habe ich meine Mama angerufen. Sie war überglücklich, dass wir gut angekommen waren. Um 7.00 Uhr standen wir am Freitag auf. Dann ging es mit dem Bus zur Schule nach Bourbriac. Wir unternahmen einen Ausflug nach Village Gaulois. Hier konnten wir unsere Geschicklichkeit vergleichen. Es fuhr z. B. ein Hubschrauber auf einem Drahtseil entlang. Per Knopfdruck musste man ein Türchen öffnen aus dem ein Ball fiel, der in ein Haus fallen musste. Anschließend besichtigten wir den Strand am Ärmelkanal. Der zum Atlantik gehörende Ärmelkanal verbindet diesen mit der Nordsee.
Abends spielte ich Play-Station mit Florian. Am Samstag und am Sonntag blieben alle Teilnehmer in ihren Familien. Am Samstag wechselten wir zwischen Play-Station und Fußball. Ich fuhr mit einem alten Fahrrad zum Platz. Am Sonntag-Morgen wartete eine besondere Überraschung auf mich. Ich durfte mit zur Jagd. Florian, sein Vater und ich erlegten 10 Hasen. Diese wurden an die 10 Hunde der Familie Cozler verfüttert. Am Nachmittag fuhren wir zum Strand und machten einen ausgiebigen Spaziergang. Ich war von Ebbe und Flut fasziniert. Heute weiß ich, dass die Gravitationskraft des Mondes Schuld an diesem Naturereignis ist. Auf dem folgenden Bild sieht man ein Betonbecken, dass bei Flut mit Wasser überdeckt ist. Am Abend bearbeitete ich mit Florian und seiner Mama ein Aufgabenheft. In diesem standen Fragen zum Land. Ich staunte über die Sprachkenntnisse der Mutter. Sie sprach sehr gut englisch und sogar etwas deutsch. Außerdem plant sie spanisch zu lernen. Am Montag besichtigten wir alle gemeinsam l’Abbaye de Beauport – eine Kirche. Am Nachmittag ging es zur Château de la Roche Jagu. Dies ist eine Burg. Es gab eine interessante Führung. Am Dienstag waren wir im Oceanopolis in Brest. Nun stand der gemeinsame Abend bevor. Alle deutschen und französischen Schüler sowie die Gasteltern waren eingeladen. Wir Gäste zeigten ein kleines Programm. Dazu hatten sich Franz, Hans und ich einen Sketch vorbereitet. Es lachten sogar manche. Unsere deutschen Spezialitäten standen mit auf dem Tisch. Am Mittwoch, dem 28.09.11, waren wir Gast in der Schule in Bourbriac. Wir hatten Geschichte, Hausaufgabenstunde und zwei Stunden Sport. Wir spielten Handball. Mit der Familie Cozler ging es nach der Schule in den Supermarkt zum Einkauf. Wir besorgten Verpflegung für meine Rückfahrt. Am Donnerstag, dem 29.09.11, galt es schon wieder Abschied zu nehmen. Wir fuhren gegen 9.30 Uhr in Richtung Eberswalde. Ein Kloster wurde von uns auf der Rückfahrt besichtigt.
Gegen 6.00 Uhr hielt der Bus vor unserem Gymnasium. Mein Opa holte mich ab. Nun fiel ich in einen Dornröschenschlaf, aus dem ich erst gegen 14.00 Uhr wieder erwachte. Anschließend erzählte ich von meinen Erlebnissen. Ich war auch ein bisschen Stolz darauf, ohne meine Eltern 9 Tage in einer fremden Familie, noch dazu in einem fremden Land, klar gekommen zu sein. Vielen Dank an Frau Sievers und Frau Kaiser für die Organisation der Frankreichfahrt.























